PROFESSOR RAONI RIBEIRO


Der verantwortliche Trainer und Repräsentant der Gruppe Capoeira Sul da Bahia im Rhein/Main Gebiet ist Raoni Ribeiro. Er ist zurzeit Professor Estagiario der Gruppe Sul da Bahia. Raoni ist im Jahre 1988 in Trancoso, Bahia, Brasilien geboren.
Seinen ersten Kontakt mit Capoeira hatte er im Alter von 8 Jahren (1996) mit einigen Capoeiristas, die in Trancoso gelebt haben. Im Jahre 2004 lernte er Mestre Railson in Caraiva kennen, dies war sein erstes persönliches Treffen mit ihm. Raoni erkannte im Auftreten und der Erscheinung von Mestre Railson, dass er ausschließlich unter seiner Leitung trainieren möchte. Mestre Railson motivierte ihn und unterstütze seinen Werdegang als Capoeirista. Von der Euphorie der Capoeira gepackt und mit dem Willen mehr zu lernen, beschließt er, zu reisen, um neue Kenntnisse zu erwerben. Mit der Unterstützung seiner Familie, zog er nach Salvador und lebte dort 3 Jahre. In Salvador hatte er mit vielen bedeutenden Mestres zu tun, wodurch er sein Wissen über die Wurzeln der Capoeira und den damit zusamenhängenden tieferen Sinn der Capoeira bereicherte.Nachdem er nach Trancoso zurückzog, entschied er sich, Europa zu bereisen. Dort erhoffte er sich, neben neuen Erkenntnissen, auch einen Namen in der Gruppe zu erlangen.

Nach Erwerb seiner Monitorkordel entschloss sich  Raoni seinem Lehrauftrag in Europa nachzukommen. Mithilfe des Mestres lernte er seine ersten Schüler aus Frankfurt kennen. Daraus resultierend entschied er sich, nach Frankfurt zu reisen, um dort Capoeira zu unterrichten. Nachdem sich eine gewisser Zusammenhalt entwickelte, wurde die erste Batizado, am 27. Juni 2010 organisiert und veranstalltet.

Es entwickelte sich eine starke Freundschaft zwischen Schülern und Professor und durch die Zusammenarbeit etablierte sich die Gruppe Sul da Bahia in ganz Deutschland.
Nachdem ihn seine Schüler im Jahre 2011 anlässlich der 5. Encontro der Gruppe Sul da Bahia in Brasilien besucht haben, stand der Entschluss fest, nun eine zweite Batizado zu organisieren. Sie fand am 10. Juni 2012 statt.

Capoeira ist eine eigene Philosophie, in der man in Kontakt mit sehr vielen 
verschiedenen Menschen tritt. Hierbei kommt es zum Autausch von Kenntnissen und Erfahrungen. Der gegenseitige Respekt steht hierbei an erster Stelle. Capoeira ist eine Basis für das Leben, sie gibt dem Leben eine Struktur der Menschlichkeit. Vom Sportler wird sehr viel Disziplin verlangt und das Bestreben, ein guter Bürger zu sein, so dass er in der Gesellschaft involviert ist und als positives Vorbild agiert. Capoeira beinflusst das Leben so, dass man, ohne es zu merken, gesünder lebt und verantwortungsvoll handelt.

"Capoeira zu praktizieren, ist für mich ein Teil des Alltags. Wenn man trainiert, fühlt man sich lebendig. Ich finde ein Capoeirista sollte sich zu jeder Zeit im Hinblick auf seine Gesundheit verhalten, da man in entsprechender körperlicher Verfassung sein sollte, um sich weiterzuentwickeln. Ich als Professor sehe Capoeira als eine komplette Sportart, vorallem für Kinder. Sie hilft allen Menschen: Menschen mit Behinderungen, Menschen, die Probleme haben, soziale Kontakte zu knüpfen und Menschen ohne motorische  Koordination. Ich sehe Capoeira als Erziehung in der Gesellschaft, da man ein tugendhafter Mensch sein sollte."